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Akkugeräte: Ein Akku für alle Maschinen — lohnt sich das System
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Was bedeutet Ein-Akku-System?
Makita 18V LXT, Bosch 18V Professional, DeWalt 18V XR, Milwaukee M18, jeder große Hersteller hat ein eigenes Akkusystem, bei dem ein Akkupack in alle Geräte der Serie passt. Das Versprechen: Du kaufst Akkus und Ladegerät einmal und nutzt sie für Bohrmaschine, Stichsäge, Winkelschleifer, Handkreissäge und dutzende weitere Maschinen.
Die Realität ist etwas differenzierter. Nicht jeder Akku passt optimal zu jedem Gerät. Ein 2,0-Ah-Akku, der im Akkuschrauber stundenlang hält, ist in der Handkreissäge nach zehn Schnitten leer.
Die großen Systeme im Überblick
| System | Spannung | Geräteanzahl | Stärke |
|---|---|---|---|
| Makita LXT | 18V | ca. 300+ | Größtes Sortiment |
| Bosch Professional | 18V | ca. 100+ | Robuste Bauweise |
| DeWalt XR | 18V | ca. 120+ | Leistungsstarke Motoren |
| Milwaukee M18 | 18V | ca. 200+ | Profi-Segment stark |
| Metabo 18V LTX | 18V | ca. 80+ | Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
Akkukapazität: Warum 2 Ah nicht gleich 5 Ah ist
Die Amperestunden (Ah) bestimmen, wie lange ein Akku unter Last durchhält. Für leichte Arbeiten wie Bohren und Schrauben reichen 2,0 Ah. Für krafthungrige Geräte wie Handkreissägen, Winkelschleifer oder Schlagbohrmaschinen sollten es mindestens 4,0 Ah sein, besser 5,0 Ah.
Größere Akkus wiegen auch mehr. Ein 5,0-Ah-Akku bringt je nach Hersteller 600 bis 700 Gramm auf die Waage, beim Überkopfarbeiten mit dem Akkuschrauber wird das schnell lästig.
Kompatibilität über Herstellergrenzen hinweg
Adapter von Drittanbietern versprechen, Makita-Akkus in DeWalt-Geräte zu stecken oder umgekehrt. Klingt verlockend, hat aber Haken: Die Kommunikation zwischen Akku und Gerät funktioniert herstellerübergreifend nicht vollständig. Überlastschutz, Temperaturüberwachung und optimale Ladekurven setzen voraus, dass Akku und Maschine vom gleichen Hersteller stammen.
Im Hobbybereich funktionieren Adapter oft problemlos. Für den professionellen Einsatz sind sie nicht empfehlenswert, zu hoch das Risiko für vorzeitigen Akkuverschleiß oder Maschinenschäden.
Kosten: System vs. Einzelkauf
Ein Einstiegsset mit zwei 5,0-Ah-Akkus und Schnellladegerät kostet je nach Marke zwischen 150 und 250 Euro. Jedes weitere Gerät kaufst du dann als Solo-Version ohne Akku, das spart pro Maschine 50 bis 100 Euro gegenüber dem Komplettpaket.
Rechne vor dem Einstieg durch, welche Geräte du in den nächsten zwei bis drei Jahren anschaffen willst. Wenn die Antwort nur Akkuschrauber und Stichsäge lautet, ist ein System weniger relevant als bei zehn geplanten Maschinen.
Zukunftssicherheit und Nachfolgemodelle
Die gute Nachricht: Die großen Hersteller pflegen ihre Akkuplattformen seit über einem Jahrzehnt. Makitas 18V-System gibt es seit 2005. Die Wahrscheinlichkeit, dass deine Akkus in fünf Jahren noch zu neuen Geräten passen, ist hoch. Achte trotzdem darauf, ob der Hersteller auch neue Gerätekategorien wie Gartengeräte, Staubsauger oder Beleuchtung ins System aufnimmt.
Praxis-Szenarien: Wo das System glänzt und wo nicht
In einer Werkstatt mit Bohrmaschine, Stichsäge, Handkreissäge, Akku-Schrauber und Winkelschleifer sparst du mit einem 18V-System wie Makita LXT fünf Ladegeräte und mindestens drei Akkus. Bei Makita passen die gleichen BL1850B-Akkus (5 Ah) in über 300 Geräte. Ein Satz aus vier Akkus (zwei 5 Ah, zwei 2 Ah) deckt den kompletten Werkstatt-Alltag ab, Gesamtkosten für Akkus und Ladegerät: ca. 350 Euro.

Grenzen zeigen sich bei Schwerlast-Geräten. Der Makita-Rasenmäher DLM460Z braucht zwei 18V-Akkus parallel, arbeitet aber trotzdem nur 30 Minuten mit zwei 5-Ah-Akkus. Für Dauerbetrieb bei Heckenschere oder Laubsauger sind die größeren 6 Ah- oder 8 Ah-Akkus Pflicht.
Ladeinfrastruktur und Ladedauer
Die Ladedauer variiert stark: Ein Makita DC18RC lädt einen 5-Ah-Akku in 45 Minuten, der Bosch GAL 18V-160 C schafft es in 35 Minuten für den ProCore 8 Ah. DeWalt bietet mit dem DCB118 einen Schnelllader, der den 5-Ah-Akku DCB184 in 55 Minuten füllt.
Zwei Ladegeräte in der Werkstatt sind sinnvoll: Während du mit einem Akku arbeitest, lädt der zweite. Ein Doppellader wie der Makita DC18RD kostet 80 Euro und spart eine Steckdose. Kaltstart-Ladung im Winter (unter 5 °C) dauert generell 30 % länger, lagere Akkus deshalb bei Raumtemperatur.
Praxis-Szenarien: Wo das System glänzt und wo nicht
In einer Werkstatt mit Bohrmaschine, Stichsäge, Handkreissäge, Akku-Schrauber und Winkelschleifer sparst du mit einem 18V-System wie Makita LXT fünf Ladegeräte und mindestens drei Akkus. Bei Makita passen die gleichen BL1850B-Akkus (5 Ah) in über 300 Geräte. Ein Satz aus vier Akkus (zwei 5 Ah, zwei 2 Ah) deckt den kompletten Werkstatt-Alltag ab, Gesamtkosten für Akkus und Ladegerät: ca. 350 Euro.

Grenzen zeigen sich bei Schwerlast-Geräten. Der Makita-Rasenmäher DLM460Z braucht zwei 18V-Akkus parallel, arbeitet aber trotzdem nur 30 Minuten mit zwei 5-Ah-Akkus. Für Dauerbetrieb bei Heckenschere oder Laubsauger sind die größeren 6 Ah- oder 8 Ah-Akkus Pflicht.
Ladeinfrastruktur und Ladedauer
Die Ladedauer variiert stark: Ein Makita DC18RC lädt einen 5-Ah-Akku in 45 Minuten, der Bosch GAL 18V-160 C schafft es in 35 Minuten für den ProCore 8 Ah. DeWalt bietet mit dem DCB118 einen Schnelllader, der den 5-Ah-Akku DCB184 in 55 Minuten füllt.
Zwei Ladegeräte in der Werkstatt sind sinnvoll: Während du mit einem Akku arbeitest, lädt der zweite. Ein Doppellader wie der Makita DC18RD kostet 80 Euro und spart eine Steckdose. Kaltstart-Ladung im Winter (unter 5 °C) dauert generell 30 % länger, lagere Akkus deshalb bei Raumtemperatur.
Fazit
Ein Akkusystem lohnt sich, sobald du drei oder mehr kabellose Maschinen desselben Herstellers einsetzen willst. Starte mit einem Set aus leistungsstarken 5,0-Ah-Akkus und einem Schnellladegerät, damit bist du für fast alle Geräte der Serie gerüstet. Makita bietet das größte Sortiment, DeWalt und Milwaukee punkten bei Leistung, Bosch und Metabo beim Preis-Leistungs-Verhältnis.
Sicherheitshinweis
Trage bei allen Arbeiten geeignete Schutzausrüstung. Beachte die Sicherheitshinweise der Werkzeughersteller.
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