Benötigtes Werkzeug
Siehe Artikel für vollständige Werkzeugliste und Materialangaben.
Gartenbank bauen: Robuste Bank aus Lärche
Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir möglicherweise eine kleine Provision — ohne Mehrkosten für dich. Das hilft uns, weiterhin kostenlose Inhalte zu erstellen.
Warum Lärche die beste Wahl für Gartenmöbel ist
Lärche ist das dauerhafteste heimische Nadelholz mit Dauerhaftigkeitsklasse 3 nach EN 350. Ohne jede Behandlung hält Lärche im Außenbereich 10 bis 15 Jahre, mit regelmäßiger Ölung 20 bis 25 Jahre. Der hohe Harzgehalt macht das Holz natürlich resistent gegen Feuchtigkeit und Pilzbefall. Im Vergleich zu Fichte oder Kiefer (Klasse 4, unbehandelt 3 bis 5 Jahre im Freien) ist Lärche die deutlich bessere Wahl für jedes Gartenprojekt.
Sibirische Lärche ist noch dichter und dauerhafter als europäische Lärche und im Holzhandel gut verfügbar. Preis: 800 bis 1200 EUR pro Kubikmeter für Schnittholz, als gehobelte Leisten 3 bis 6 EUR pro Laufmeter bei 45 x 70 mm Querschnitt. Für eine Standard-Gartenbank (150 cm breit, 45 cm Sitzhöhe, 85 cm Rückenlehne) brauchst du ca. 15 Laufmeter Material bei 45 x 70 mm und 3 Laufmeter bei 70 x 70 mm für die Beine. Gesamtmaterialkosten: 80 bis 130 EUR.
Konstruktion: Maße und Verbindungen
Die Standardmaße einer bequemen Gartenbank: Sitzfläche 150 cm breit, 42 cm tief, 45 cm Sitzhöhe. Rückenlehne 40 cm hoch, leicht nach hinten geneigt (5 bis 10 Grad). Die Sitzfläche besteht aus 5 Leisten (150 x 70 x 28 mm) mit 5 mm Abstand zwischen den Leisten für Wasserablauf. Die Rückenlehne aus 3 Leisten gleichen Formats. Beine aus 70 x 70 mm Vierkantholz, vorne gerade und hinten als durchgehende Stütze für die Rückenlehne verlängert.
Verbindungen im Außenbereich müssen robust und witterungsbeständig sein. Verschraube mit Edelstahlschrauben (A2 Senkkopf, 5 x 60 mm für Beinverbindungen, 4,5 x 45 mm für Sitzleisten). Vorbohren ist bei Lärche Pflicht, das harzreiche Holz spaltet sonst an den Schraubstellen. Zusätzlich leimst du alle tragenden Verbindungen mit PU-Leim (wasserfest, D4). Schlitz-und-Zapfen-Verbindungen sind die Königslösung für die Bein-Zargen-Verbindung, aber für eine solide Gartenbank reichen auch Doppeldübel (10 x 50 mm Hartholz) mit Verschraubung.
Zuschnitt und Montage
Schneide alle Teile auf der Gehrungssäge oder Handkreissäge mit Anschlag zu. Die Beine schneidest du als Paar aus einer Schablone, damit beide Seiten identisch sind. Schleife alle Kanten mit 120er-Papier großzügig rund (Radius 3 bis 5 mm), damit keine scharfen Kanten bleiben, die im Freien schnell aussplittern und unangenehm beim Sitzen sind.
Montiere zuerst die Seitenteile (Beine mit Querstreben und Armlehnen), dann verbinde die beiden Seitenteile mit den Sitzleisten und Rückenlehnenleisten. Prüfe nach jedem Montageschritt die Rechtwinkligkeit mit einem großen Winkel. Alle Verbindungspunkte verschraubst und verleimst du gleichzeitig. Nach dem Zusammenbau schleifst du die gesamte Bank mit 180er-Papier und entfernst Leimreste mit dem Stechbeitel.

Oberflächenbehandlung für den Außeneinsatz
Lärche kann unbehandelt bleiben und vergraut innerhalb eines Jahres zu einem silbergrauen Ton, der in vielen Gärten gut aussieht. Wenn du die warme Honigfarbe erhalten willst, behandle die Bank mit pigmentiertem Holzöl für den Außenbereich: Osmo UV-Schutz-Öl (ca. 28 EUR/0,75 l) oder Bondex Lärchen-Öl (ca. 18 EUR/0,75 l). Trage das Öl dünn mit einem Pinsel auf, lass es 15 Minuten einziehen und wische überschüssiges ab. Zwei Schichten bieten guten UV-Schutz für eine Saison.
Nachölen ist einmal pro Jahr nötig, idealerweise im Frühjahr nach der Frostperiode. Die Unterseite der Sitzleisten und die Beinenden, die mit dem feuchten Boden Kontakt haben, behandelst du zusätzlich mit Hirnholzschutz oder Wachs. Stelle die Bank auf Steinplatten oder Möbelgleiter, nicht direkt auf den Rasen, sonst fault das Holz an den Auflageflächen trotz aller Behandlung.
Sicherheitshinweis
Trage bei allen Arbeiten geeignete Schutzausrüstung. Beachte die Sicherheitshinweise der Werkzeughersteller.
Veröffentlicht durch die WerkstattMagazin-Redaktion. Veröffentlicht am 15. August 2026.
Verantwortlich i.S.d. § 18 MStV: siehe Impressum.
Fehler entdeckt oder ergänzende Erfahrung? korrektur@werkstattmagazin.de
Werkstatt-Tipps direkt ins Postfach
Neue Tests, Anleitungen und Projekt-Ideen — kein Spam, jederzeit abbestellbar.
🎁 Gratis dazu: Werkstatt-Einrichtungs-Checkliste (PDF)